Referenten Entlassmanagement-Gipfel

Entlassmanagement: Wie gut funktioniert es? – der Faktencheck
Abstract
In diesem Vortrag wird darauf eingegangen, welche Vorgaben der Rahmenvertrag Entlassmanagement in Bezug auf die Arzneimitteltherapie macht. Es wird beleuchtet, wie die Informationsweitergabe an die Weiterbehandler und die Patienten erfolgen soll und durch welche vom Krankenhaus initiierten Maßnahmen Versorgungslücken nach Entlassung geschlossen werden sollen. Es wird vorgestellt, welche Daten wir zur Bewertung der Umsetzung des Rahmenvertrags haben und welche Effekte sich bislang gezeigt haben. Gleichzeitig wird berichtet, welche Herausforderungen es auch heute noch gibt und wie das Entlassmanagement durch die Einführung der elektronischen Patientenakte beeinflusst werden wird.
Lebenslauf
Prof. Dr. sc. hum. Hanna Seidling leitet in Heidelberg die Kooperationseinheit Klinische Pharmazie. Ihre Arbeitsgruppe befasst sich mit der Entwicklung, Implementierung und Evaluation von Maßnahmen zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit. Dabei hat sie sich in den vergangenen Jahren besonders mit dem Entlassmanagement befasst und war Mitglied der ADKA-DPhG Arbeitsgruppe zum Entlassmanagement und der ADKA Arbeitsgruppe zur Entwicklung von Standards im Rahmen des Entlassmanagements.


Herausforderung Pädiatrie: Aus stationärer und ambulanter Sicht
Abstract
Pädiatrische Patienten stellen eine besondere Personengruppe im Entlassmanagement dar. Unklarheiten bei off-lable-Dosierungen, die Herstellung kindergerechter Darreichungsformen, die Versorgung mit Spezialnahrungen und strukturelle Besonderheiten der ambulanten Versorgung sind nur einige der Probleme, mit denen man an der Schnittstelle konfrontiert ist und die eine nahtlose Patientenversorgung gefährden. Im Vortrag sollen bestehende Probleme dargestellt und analysiert werden, um daraus best-practice-Ansätze sowohl für den klinischen als auch ambulanten Versorgungsalltag abzuleiten. Es werden außerdem Modelle aus verschiedenen Kliniken vorgestellt, die bereits erfolgreich Maßnahmen etabliert haben, um den Übergang pädiatrischer Patienten von der Klinik- in die Regelversorgung zu erleichtern.
Lebenslauf Frau Metzger
Nadine Metzger studierte Pharmazie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Sie ist Fachapothekerin für Allgemeinpharmazie und Fachapothekerin für Arzneimittelinformation. Nach mehrjähriger Tätigkeit in der öffentlichen Apotheke erweiterte sie ihr Profil und begleitet heute neben ihrer Anstellung in einer Apotheke auch eine Programmplaner-Stelle beim Deutschen Apotheker Verlag im Lektorat Pharmazie. Seit 2017 leitet Sie stellvertretend die Fachgruppe Allgemeinpharmazie der DPhG und vertritt seit 2020 als Vizepräsidentin die Offizinpharmazie im Vorstand der DPhG. Sie ist Mitautorin des „Formularium paediatricum“.
Lebenslauf Frau Wagner
Marlene Wagner studierte Ernährungswissenschaften (B.Sc.) in Stuttgart und Pharmazie in Tübingen. Im Anschluss absolvierte sie ihr Praktisches Pharmazeutisches Jahr in Tübingen und an der Universitätsmedizin Mainz. 2024 erlangte sie die Approbation als Apothekerin. Seitdem promoviert sie beim ADKA e.V. im Rahmen des PHArMKid-Projekts (G-BA Förderkennzeichen 01VSF23043). Zeitgleich arbeitet sie als Apothekerin an der Universitätsmedizin Mainz im Bereich der Parenteralia Herstellung mit dem Schwerpunkt der parenteralen Ernährung von Früh-, Neugeborenen und Kindern.


Entlassrezept, „Arzneimittelabgabe“ und Co: Kann eine nahtlose Versorgung gelingen?
Abstract
Die nahtlose Arzneimittelversorgung der Patient*innen bei Entlassung aus dem Krankenhaus sicherzustellen, stellt nach wie vor eine Herausforderung für alle Beteiligten dar. Durch den 2017 verabschiedeten Rahmenvertrag wurde zwar die Möglichkeit der Ausstellung von Entlassrezepten geschaffen, doch auch hier gibt es Hürden, die die Umsetzung in der Praxis erschweren: Welche Verordnungsvorgaben müssen beachtet werden und wann ist die Arzneimittelabgabe doch vorrangig? Dieser Vortrag soll Ihnen einen Überblick über die Herausforderungen und potentiellen Lösungen zeigen und stellt am Beispiel einer Unit-Dose-Versorgung dar, wie Arzneimittelabgabe in der Praxis gelingen kann.
Lebenslauf Frau Dr. Freyer
Dr. Johanna Freyer studierte Pharmazie an der Universität in Greifswald. Nach Ihrer Approbation 2010 arbeitete sie bis Anfang 2013 in einer öffentlichen Apotheke in Berlin bevor sie für Ihre Promotion ans Institut für Klinische Pharmazie der Universität Leipzig wechselte. Dort beschäftigte Sie sich intensiv mit der Arzneimitteltherapiesicherheit geriatrischer Patient*innen an der Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Versorgung. Nach einer kurzen Tätigkeit im Universitätsklinikum Leipzig wechselte Frau Dr. Freyer Ende 2017 für die Stelle als Apothekerin im Entlassmanagement an die Charité Universitätsmedizin Berlin, wo sie bis heute als Stationsapothekerin tätig ist.
Lebenslauf Frau Reiher
Julia Reiher studierte Pharmazie an der Philipps-Universität Marburg bzw. in Paris und erhielt 2017 die Approbation zur Apothekerin. Seit 2018 ist sie in der Krankenhausapotheke des Universitätsklinikums Erlangen tätig und absolvierte die Weiterbildung zur Fachapothekerin für Klinische Pharmazie, sowie die Bereichsweiterbildung Medikationsmanagement im Krankenhaus. Der Fokus ihrer Arbeit als Stationsapothekerin auf Chirurgischen Normalstationen liegt vor allem auf dem Schnittstellenmanagement Aufnahme/Entlassung.


Vernetzung der Sektoren bei der Entlassung: Wie kann es funktionieren? – Beispiele aus der Praxis
Abstract
Eine nahtlose Vernetzung der Sektoren bei der Patientenentlassung stellt eine zentrale Herausforderung im Gesundheitswesen dar. Effektive Kommunikation und strukturierte Übergabeprozesse sind essenziell, um Versorgungslücken zu vermeiden. Eine Möglichkeit, um beide Grundvoraussetzungen zu verbessern, stellt das pharmazeutische Entlassgespräch dar, bei dem durch gezielte Arzt-Apotheker und Apotheker-Patient-Kommunikation Dosierungsfehler, Nebenwirkungen und Interaktionen reduziert und die Therapietreue verbessert werden kann. Der Vortrag soll am Beispiel des Vorgehens in den Havelland Kliniken diese neue pharmazeutische Dienstleistung vorstellen.
Dieses Modul bietet keine LEK und damit auch keinen Fortbildungspunkt.
Lebenslauf Herr Dr. Schäftlein
Nach dem Studium der Pharmazie und einer Promotion in der Klinischen Pharmazie an der FU Berlin folgten beim Referenten Dr. André Schäftlein Weiterbildungen zum Fachapotheker für Klinische Pharmazie, Arzneimittelinformation und Infektiologie. Beruflich zeichnet sich der Werdegang durch leitende Positionen in Krankenhausapotheken und universitären Einrichtungen aus. Der Schwerpunkt lag dabei jederzeit auf der Etablierung von klinischer Pharmazie im (Patienten)alltag und neuen pharmazeutischen Dienstleistungen für den/die Patient*in. Darüber hinaus ist er Referent für mehrere Universitäten, Apothekerkammern und Industriepartner.
Lebenslauf Frau Richling
Ina Richling, Doctor of Pharmacy (UFL, USA), ist Fachapothekerin für klinische Pharmazie, Infektiologie und Medikationsmanagement. Nach ihrem Pharmaziestudium in Bonn (1995–2000) erwarb sie den Pharm.D. an der University of Florida (2007–2010). Sie ist Mitglied in zahlreichen Gremien, u. a. der AMK und DGIM, sowie Vorstandsmitglied der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. Als Dozentin und Referentin engagiert sie sich in der Weiterbildung und ist Mitinitiatorin des Projekts ATHINA. Zudem leitet sie die ADKA-Arbeitsgruppe „Entlassmanagement“ und veröffentlichte das Buch „Medikationsanalyse: Grundlagen und Fallbeispiele“.